Unter Strom: Wie Felix Geiselhart das Handwerk neu denkt

Shownotes

Energiewende? Für Felix Geiselhart findet die nicht in politischen Debatten statt, sondern auf Dächern, in Kellern und auf Baustellen. Der 27-jährige Elektromeister führt in Nürtingen einen Betrieb mit rund zehn Mitarbeitenden – und erlebt jeden Tag, wie sehr sich sein Gewerk gerade verändert. Photovoltaik, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur: Wo früher vor allem die Lampe leuchten und Strom aus der Steckdose kommen sollte, produziert das Elektrohandwerk heute Energie und macht Kunden unabhängiger.

Im Gespräch mit HANDWERK BW-Hauptgeschäftsführer Peter Haas erzählt Felix, warum ihn wechselnde Förderbedingungen trotzdem nicht zum Pessimisten machen, weshalb er sich mehr Verlässlichkeit von der Politik wünscht und warum Elektro- und SHK-Handwerk künftig noch enger zusammenwachsen werden. Und es geht um eine Entwicklung, die Hoffnung macht: Felix bekommt nicht nur mehr, sondern auch richtig gute Bewerbungen – und startet mit gleich drei neuen Azubis in die nächste Runde.

Eine Folge über Energiewende aus der Praxis, ein neues Selbstbewusstsein im Handwerk – und einen jungen Unternehmer, der lieber macht als jammert.

Felix Geiselhart / Geiselhart Elektrotechnik im Netz:

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Transkript anzeigen

00:00:04: Goldboden, der Podcast vom Handwerk

00:00:06: BW.

00:00:11: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Goldboden im Podcast von Handwerk BW.

00:00:16: Wir sprechen heute über etwas.

00:00:18: Achtung jetzt bloß nicht getriggert werden.

00:00:20: es geht um die Energiewende.

00:00:22: Es geht aber nicht um die Leute, die uns in Meizungskeller alles mögliche verbieten wollen sondern um diejenigen, die es machen.

00:00:28: ja ich weiß es geht da oft um Gesetze und Förderprogramme Um ganz fürchterliche politische Debatten.

00:00:34: Aber unser heutiger Gast lebt diesen Wandel diese Wände Diese technologische Transformation Dort, wo sie tatsächlich stattfindet auf den Dächern.

00:00:44: in den Kellern und auf den Baustellen.

00:00:46: Bei mir ist Felix Geiselhardt, er ist Elektromeister- und Geschäftsführer der Geiselhart-Elektrotechnik GmbH – in Nürtingen hier in Baden-Württemberg.

00:00:54: gemeinsam mit seinem Team installiert er Fotoltaikanlagen, er bringt Wärmebumpen ans Netz und begleitet seine Kundinnen und Kunden halt bei der energetischen Modernisierung ihrer Gebäude.

00:01:07: eine ganz wichtige Aufgabe!

00:01:08: Und ich möchte heute mit ihm darüber sprechen warum trotz der ganzen Herausforderung, die es zum Beispiel aus dem gesetzlichen Raum gibt und auch auf anderen Feldern zu begeistert ist von seinem

00:01:18: Beruf.

00:01:19: Und wie die Energiewende den Arbeitsalltag in seinem Handwerk verändert – und weshalb sich

00:01:24: vielleicht

00:01:25: auch aus seiner Sicht viele junge Menschen für eine Ausbildung interessieren?

00:01:29: Was auch so ein neuer Effekt ist, zumindest sehen wir das so in den Statistiken!

00:01:33: Naja und warum?

00:01:34: spannende Frage für ihn eine starke Industrie und ein starkes Handwerk untrennbar

00:01:39: zusammengehören?!

00:01:40: Also eine Menge Holz, ein langes Programm.

00:01:43: Herzlich willkommen Felix Geiselhardt!

00:01:44: Hallo

00:01:45: Grüß Gott.

00:01:45: danke dass ich da sein darf.

00:01:47: Felix

00:01:47: wenn dich jemand privat fragt was machst du beruflich?

00:01:51: Was antwortest Du dann?

00:01:52: Wenn mich jemand privat fragt was ich beruflig mache dann sage ich meistens Ich bin einfach nur Elektriker.

00:01:57: Ganz einfach also obwohl du Geschäftsführer bis jetzt schon zehn Mitarbeiter hast sagst nicht Unternehmer oder so etwas sondern Elektricker.

00:02:06: Ich denke, als Unternehmer da bräuchte man schon dann auch ein etwas größeres Unternehmen.

00:02:11: Wir sind natürlich noch im Mittelstand, also im kleinsten Mittelstand finde ich... Ich bin eigentlich ein ganz einfacher Tipp, deswegen habe ich diesen Beruf gelernt.

00:02:22: Ich bin von der PIKA auf ins Handwerk gekommen und habe damals einen Schülerpraktikum gemacht und hatte da einfach Spaß dabei.

00:02:29: Ich habe einfach gemerkt dass sich das wirklich als Beruf lernen möchte.

00:02:33: Hab dann vor der Ausbildung Minitops gemacht und mitgeholfen und bin dann in die Lehre gestattet und dann hab' ich meinen Beruf erlernt.

00:02:41: Wenn mich jemand fragt, was ich mache dann sage eigentlich immer.

00:02:43: Ich bin Elektriker.

00:02:44: Das kommt natürlich auch immer drauf an in welchem Zusammenhang.

00:02:47: aber oft geht es ja darum dass man selbst wenn man sich privat trifft geht's ja doch oft um die Arbeit und je nachdem ob ich motiviert bin oder nicht fällt dann die Antwort immer ein bisschen kürzer aus.

00:02:58: Ich habe auch schon mal gesagt ich arbeite auf der Baustelle

00:03:02: Ja, weil vielleicht ist es ja auch tatsächlich besser da hin und wieder einfach mal nur den Ausschnitt zu zeigen dass die Leute nachher positiv überrascht sind.

00:03:10: Du bist erst sieben zwanzig Jahre alt und hast deinen eigenen Betrieb.

00:03:14: Wie kam's dazu?

00:03:16: Also viele werden Handwerker aber nicht alle wollen ja Chef werden heutzutage.

00:03:20: was war für dich entscheiden diesen Lebensweg einzuschlagen?

00:03:23: Die Selbstständigkeit die kam bei mir eigentlich Ehr so aus dem Notor raus, also ich habe einfach nach meiner Lehre die Spaß an der Arbeit gesehen.

00:03:36: Wollte mich aber auch weiterentwickeln und dann hab' ich den Meister in der Abendschule gemacht.

00:03:41: Das heißt es ging immer von achtzehn Uhr bis einundzwanzig zu fünfzehn.

00:03:45: Und da saß ich

00:03:47: parallel zum Job.

00:03:48: Parallel zum Job!

00:03:49: Und darüber überlegt man sich was mache ich denn eigentlich danach?

00:03:51: Ich habe immer meinen Chef beobachtet.

00:03:53: Ich fand das immer cool und habe mir vorgestellt wie das so wäre.

00:03:57: Ich wollte dann nach meinem Meister auch nicht so wirklich zurück zu meiner alten Firma, jetzt nicht weil es da schlecht war oder so.

00:04:04: Also das hat mir alles gefallen.

00:04:07: Ich wollte irgendwie was Eigenes machen und dann musste ich natürlich auch Teil von meinem Meister zurück bezahlen.

00:04:13: Also, ich habe den Meister selber finanziert.

00:04:15: das war natürlich nicht ganz günstig und somit habe ich mir gedacht jetzt mache ich mich selbstständig und schau dass ich schnell mein BAföG zurückbezahle und so ist es eigentlich entstanden hat mir aber gleich von Anfang an Spaß gemacht.

00:04:27: Was hat dein Umfeld dazu gesagt?

00:04:28: Ich weiß nicht, kommst du aus einer Unternehmerfamilie oder was haben die Eltern so gemacht, was haben sie gesagt?

00:04:35: Also wir hatten in unserer Familie durchaus Selbstständige oder auch Freunde, die selbstständig waren.

00:04:40: Im Prinzip war das eigentlich relativ einfach.

00:04:43: Da hat jetzt niemand irgendwie gesagt oh Gott pass auf und so... Was

00:04:46: tust du dir an?

00:04:47: Das ist ja ein Risiko!

00:04:48: Das war eigentlich relativ verhalten, ich glaube aber nicht dass die gedacht hätten das es so schnell wächst.

00:04:53: Aber da habe ich jetzt Eichglück gehabt

00:04:55: vom Praktikanten als Schüler hin zum Chef einer Elektrofirma.

00:05:00: Das ist ja schon eine gewisse Reise.

00:05:01: was begeistert dich an diesem Beruf?

00:05:03: An dem was du jeden Tag tust und Macht es immer noch Spaß?

00:05:07: Wie macht mein Beruf immer noch Spass.

00:05:09: Ich komme jetzt gerade auch direkt von der Baustelle, ich war heute Morgen in Freiburg am Neckar und habe einen Zählerschrank angeschlossen.

00:05:15: Wir sind gerade personell ein bisschen unterbesetzt wir haben viele Aufträge und deshalb hab' ich noch selber heute morgen wieder richtig angepackt.

00:05:24: Macht einfach Spaß!

00:05:25: Ich bin ein Praktiker und somit ist es quasi für mich einfach schön, wenn man auch mal draußen ist.

00:05:30: Ich bin gern unterwegs ich fahre gerne im Auto irgendwo hin und gucke wo ich rauskomme.

00:05:35: also so der Handwerker kennt sich in der Regel auch sehr gut aus.

00:05:40: eigentlich kenne ich jede Stadt sondern der Umkreis von Nürdingen relativ gut und das macht mir einfach Spaß!

00:05:45: Ich bin gerade draußen, ich bin ganz unterwegs... ...ich bin gerne in der frischen Luft und ich brauche gerne Dinge ein, wie zum Beispiel Fotovoltaikanlagen.

00:05:52: Das ist so unser Streckenpferd.

00:05:54: das mache ich sehr gerne.

00:05:55: Ich hatte mal einen ganz schönen Moment mit meinem Arbeiter auf der Baustelle.

00:05:58: da haben wir dann quasi aufs Dach hoch geguckt als wir fertig waren und wir haben uns beide angegrinst und es war wirklich so schön weil wir haben gewusst Wir haben das jetzt zusammen aufgebaut und sieht toll aus Der Kunde war happy!

00:06:08: Das war einfach ein schöner Moment.

00:06:09: Also es gibt unzählige schöne Momente im Handwerk

00:06:12: Weil man den Sinn auch daraus sieht dass das greifbar ist, dass das Ergebnis der eigenen Arbeit.

00:06:18: Der Sinn im Elektrohandwerk war noch nie so groß wie jetzt.

00:06:22: Das Elektro-Handwerk hat sich stark verändert.

00:06:25: Früher hatte man eine einfache Elektroausstattung, die ist heute schon aufwendiger.

00:06:29: Die Leute wollen mehr Steckdosen, die wollen vielleicht auch nicht nur eine Lampe in dem Zimmer haben, vielleicht auch drei oder vier.

00:06:35: Also diese Ausstattungen wurden immer größer und somit wurde auch die Bedeutung immer größerer.

00:06:39: Es gibt immer mehr Produkte, die man daran anschließen will und die haben ja auch wieder einen Sinn.

00:06:45: Dann hat Frid dafür gesagt, dass die Lampe brennt und das aus der Steckdose Strom kommt.

00:06:49: Heute ist es so, dass wir mit diesen PV-Anlagen auch Strom produzieren.

00:06:54: Wir helfen dem Kunde dabei unabhängig zu werden ... spart sich Strom beim Energieversorger.

00:07:00: Das hat nochmal eine ganz andere Schwelle überschritten, das war früher nicht so klar ging da die Steckdose an und es war toll und die Spülmaschine lief.

00:07:08: aber heute produzieren wir halt Strom für unseren Kunden.

00:07:11: Die haben dann quasi Tankstellen in Form von Ehladesäulen an ihren Fassaden wo sie ihr Auto damit tanken können.

00:07:17: wer hätte das gedacht?

00:07:18: früher?

00:07:18: also der hat sich schon sehr fehl getan

00:07:20: Und ich kenne immer so eine Zahl, die einer der Kollegen hier bei Handwerk BW immer erwähnt.

00:07:25: Das sagt also vor vor fünfzig Jahren hatte man glaube ich sieben Stromverbraucher im Haushalt und heute sind es siebzig.

00:07:31: Also alles wird irgendwie elektrisch.

00:07:33: das heißt spielt euch ja voll in die Karten ihr seid voll im Trend mit diesem Beruf oder?

00:07:37: Richtig!

00:07:38: Wir sitzen ja hier im schönen Stuttgart im fünften Stockwerk.

00:07:41: Und auch hier haben wir wieder total viel Technik auf dem Tisch stehen, also vor mir steht ein Mikrofon da steht so einen Mischpult und so ein Laptop.

00:07:47: wahrscheinlich ist hier drin auch eine Steckdose drin in dem Tisch

00:07:51: immer mehr Strom.

00:07:52: wenn du so viel Lust hast auch aufs Rausfahren, aufs Installieren, auf das Schaffen kommst du denn noch regelmäßig dazu aussehe ihr seid so unter besetzt oder nehmen die Cheftätigkeiten am Schreibtisch auch mal überhand.

00:08:05: ich

00:08:05: finde dass es sich das eigentlich ganz gut in der Waage hält.

00:08:09: Ich gebe mir bei meinen Beratungen sehr viel Mühe, wenn ich zu einem Kunde gehe und er hat eine Frage zu einer Fotovoltaikanlage... ...ich habe da immer meine Mappe dabei!

00:08:17: Und fangen wir wirklich ganz unten an, versuche da die Leute abzuholen.

00:08:20: Das heißt so ne Beratung dort bei mir auf jeden Fall mal eine Stunde.

00:08:24: Also da lasse ich mich wirklich sehr viel Zeit.

00:08:26: Wenn man jetzt dann fünf Beratungs an einem Tag hat, dann weiß man dann ist der Arbeitstag auch schon quasi fast erledigt.

00:08:31: Ich helfe und ich versuch trotzdem hin und wieder auch auf der Baustelle zu sein.

00:08:36: Ich würde jetzt sagen, es ist so ein gesunder Mix.

00:08:39: Also ich würde sagen dass ich schon überwiegend im Büro bin manchmal auch draußen

00:08:44: und also im Bürow zu sitzen um Angebote zu schreiben oder beim Kunden zu sitzen, um zu beraten.

00:08:49: okay das ist nicht installieren aber das hat auch was mit Geschäfts zu tun.

00:08:53: wie schaut's aus?

00:08:54: Mit Formulare von der Wege bis zur Bache?

00:08:57: ja da haben wir natürlich sehr viele Aufgaben.

00:09:00: Wir Handwerker, wir müssen ja die vier Fotovoltaikanlagen anmelden beim Netzbetreiber.

00:09:04: Und wir haben festgestellt, dass da jeder Netzbetrieber – wir haben in Deutschland über sieben Hundert Netzbeträger – hat das sein eigenes Formular.

00:09:12: Das heißt crazy oder?

00:09:13: Ja, das ist total verrückt!

00:09:15: Also diese Netzanmeldungen gehen hervor aus dem Niederspannungsanschlussgesetz.

00:09:21: Wer kennt das nicht?

00:09:24: Der wird von der Bundesregierung, wo er quasi vorfumuliert.

00:09:27: Parallel dazu können dann die Netzbetreber vor Ort noch ihre Ergänzungen dazuschreiben.

00:09:32: Heißt aber in der Regel dass es bei allen ähnliches beziehungsweise das ist bei jeder Netzbetriebe Teile gibt, die gleich sind.

00:09:38: dennoch haben wir Überall unterschiedliche Formulare oder andere Plattformen.

00:09:43: Zum Beispiel gibt es auch die Stadtwerke Stuttgart, da kann man das online eingeben und so macht er halt quasi jedes ein eigenes.

00:09:49: Obwohl wir nur regional tätig sind, sind wir jetzt mittlerweile bei siebzehn Netzbetreiber angemeldet?

00:09:54: Wir haben dich ja kennengelernt als wir für unser Magazin!

00:09:58: Wir machen ja nicht nur Podcasts, wir haben jetzt dieses Jahr auch wieder unsere Handwerk-BW das Magazin rausgegeben weil wir dafür ist auch mal Models aus dem Handwerk gesucht haben.

00:10:07: Die

00:10:08: Handwerkerinnen und Handwerke, die sich für uns vor die Kamera stellen mit einem Utensil ihrer Wahl.

00:10:13: Bei dir war es glaube ich eine Leiter und das Ganze sollte ... Ein Reigensein von Menschen, die sehr positiv auf ihren Beruf schauen.

00:10:22: Weil wir das Ganze unter die Überschrift Das neue Selbstbewusstsein des Handwerks gestellt haben und ihr habt alle so ein bisschen eine kleine Geschichte erzählt.

00:10:29: Das Magazin findet man bei uns auch oft der Homepage als online durchlesbares PDF unter handwerk-pwe.de.

00:10:36: Tolles Foto ist das auch geworden!

00:10:38: Ich finde du strahlst da wirklich diese Selbstbewusstein und diesen Standesstolz aus.

00:10:43: wenn man den Begriff Stolz jetzt mal nimmt.

00:10:46: Kannst du was mit dieser Vokabel anfangen?

00:10:48: Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, dass die wirklich tolle Arbeit machen.

00:10:53: Also wenn ich mich mit so anderen Firmenchefs unterhalte und dann da immer nur schlechte Sachen höre oder gott oder nein und sie regen sich dann auf, dann denke ich mir immer, da habe ich wirklich sehr viel Glück.

00:11:05: also ich hab ein ganz tolles Team.

00:11:07: Auf diese bin ich wirklich stolz!

00:11:08: Ansonsten bin ich auch stolz, Elektriker zu sein.

00:11:11: Klar mir macht Spaß und das ist ein toller Beruf ganz klar aber so richtig stolz empfinde ich eigentlich eher bei meinem Team.

00:11:17: also ich mag dir alle sehr arg.

00:11:19: Ich habe ja alle meine Hots geschlossen Und wenn die dann morgens in die Firma kommen Das ist immer toll für mich da Da bin ich stolz.

00:11:25: oder wenn sie gute Arbeit machen Wir haben auch ganz viele tolle Google-Bewertungen, wir sind dabei fast fünf Sterne.

00:11:30: Und wenn dann gestern Abend kann wieder eine gute Bewertung rein von unserer Baustelle und da freue ich mich natürlich.

00:11:36: also... Die Sterne kommen von meinen Mitarbeitern die kommen auch nicht immer von mir.

00:11:39: Na

00:11:40: ja genau!

00:11:40: Aber du hast sie eingestellt und du bist ständig mit ihnen zusammen.

00:11:45: Also vielleicht liegt sie auch ein bisschen an dir?

00:11:47: Bei den anderen Chefs die sich aufregen an denen.

00:11:50: oder wie siehst du das?

00:11:51: Ich denke dass wir schon einige Dinge anders machen wie zu der normale kleine Handwerksbetrieb.

00:11:56: Ich glaube, wir sind schon so ein bisschen ein Quero-Land wenn man das so möchte.

00:11:59: ich glaube es kommt einfach auch ein bisschen aus der Jugendheit heraus dadurch dass wir viele junge Mitarbeiter haben.

00:12:06: ich denke aber das nicht nur meine Firma ist sondern ein großer Teil der Firma meine Mitarbeiter sind.

00:12:13: Also ohne meine Mitarbeiter wäre die Firma nichts, ohne mich wär die Firma prinzip auch nichts.

00:12:17: aber irgendwann wächst ja die Firma immer mehr und wird immer größer und ich hoffe auch dass es dann vielleicht eine mittleres Management gibt.

00:12:23: das ist natürlich mein Wunsch und da arbeite ich daran Wo

00:12:28: willst du denn hin?

00:12:28: Also, wo ist die Firma Greislad in zehn

00:12:31: Jahren?".

00:12:31: Das war eine ganz gute Frage.

00:12:33: Als ich mich selbstständig gemacht habe, da war ich vierundzwanzig und da war quasi meine Überlegung.

00:12:38: Wenn ich jetzt jedes Jahr zwei Mitarbeiter einstelle, dann hab' ich quasi zu meinem dreißigsten Geburtstag.

00:12:44: also wenn ich das neunzwanzige Lebensjahr vollendet habe und dreißzig wird, dann habe ich mir selber einen zehn-Mann-Betrieb zum Dreißigstengeschenkt.

00:12:51: Das war damals so meine Intention!

00:12:53: Ich weiß nicht genau wo wir landen werden, aber wir werden schon nochmal deutlich wachsen.

00:12:57: Da bin ich mir sicher!

00:12:58: Ich merke auch dass wir immer mehr Bewerbungen bekommen.

00:13:00: Wir bekommen auch immer bessere Bewerbung.

00:13:03: Wir ziehen die Leute teilweise an und das macht auch Spaß.

00:13:07: dadurch dass die Nachfrage immer weiter steigt oder da energiemäßig einfach noch viel zu tun haben in diesem Land, glaube ich auch dass dann parallel dazu die Firma wachsen könnte.

00:13:18: Und wenn du sagst wir sind da so ein bisschen anders also abgesehen davon das er offensichtlich so einen Rock'n Roller-Team seid und irgendwie da auch richtig Spaß hat was machst Du als Arbeitgeber vielleicht anders?

00:13:29: Als Arbeitgebo mache ich anders, dass sich mein Mitarbeiter sehr viel Vertrauen schenkt.

00:13:35: Wir haben natürlich Systeme und Prozesse, aber ich bin da schon jemand der da die wirklich an die Arbeiten ranlässt.

00:13:41: Also bei mir dürfen sie wirklich auch schwierige Arbeiten verrichten die jetzt vielleicht nicht jeder Azubi oder geselliglich machen darf.

00:13:49: Ich glaube, das dürfen die nicht überall so.

00:13:52: Wir gehen dann natürlich hin mit Anleitungen und Abnahmprotokollen und Messungen

00:13:56: usw.,

00:13:57: aber an sich sage ich mal jetzt probier's mal!

00:14:00: Und wenn es dann nicht klappt, rufst du halt jemand an.

00:14:03: Das ist was, was wir anders machen.

00:14:05: Natürlich auch unser Marketing – wir sind natürlich auch im Marketing sehr stark Und natürlich auch die Benefits in unserem Betrieb.

00:14:12: Das ist jetzt nur ein kleiner Teil davon, aber wir haben früher bei meinem Ausbildungsbetrieb da gab es so eine Strichliste.

00:14:19: Das heißt wenn man sich einen Spätsi genommen hat dann würden M-Futzi sind vom Arm abgezogen.

00:14:24: Und das ist natürlich ganz anders.

00:14:25: Wir haben eine Vielfalt an Getränken in Massen.

00:14:28: Also wirklich, da kommt immer der Woche jedes sieben Halbtonner und lädt Getränke auf und ab.

00:14:34: Die können sich da alle bedienen und was nehmen.

00:14:36: Wir gehen regelmäßig zusammen essen.

00:14:38: Das ist auch ganz wichtig.

00:14:39: also wir gehen dann immer den Davosalgrad passt und setzen uns da alle hin.

00:14:43: Da darf jeder das bestellen, was er möchte.

00:14:45: Das machen wir auch anders genau.

00:14:47: Also schon ein bisschen Family and Friends bei euch?

00:14:50: Ja, schon würde ich sagen... Wir versuchen das natürlich auch oft zu machen.

00:14:56: Jetzt in der letzten Zeit haben wir es wieder nicht so oft geschafft, ich glaube vor zwei Wochen waren wir das letzte Mal alle zusammen essen und dann hat er auch nicht immer jederzeit...

00:15:03: In letzter Zeit haben jetzt nicht so viel geschafft.

00:15:05: vor zwei wochen!

00:15:07: Früher haben wir das jede Woche gemacht.

00:15:10: Das sind wir jede Woche Freitags um fünfzehn

00:15:15: Uhr.

00:15:16: Wenn man jetzt sehen könnte, aber ich glaube man hört das Video wie du strahlst und mit wie viel Freude du darüber sprichst dann habe ich fast ein schlechtes Gewissen dich hier zu halten nicht endlich wieder zurück in die Firma zu lassen.

00:15:27: Aber dass das große Thema vielleicht nochmal umdass Du Dich kümmerst Die Energiewende des beschäftigt ja tatsächlich viele.

00:15:33: manchen geht's komplett auf den Geist mittlerweile und sagt lass mich doch damit in Ruhe.

00:15:37: andere sind massiv verunsichert durch Veränderungen in den Förderbedingungen oder dass sie wirklich Angst haben, sich das überhaupt in Zukunft noch leisten zu können.

00:15:46: Klar allen wird es logisch erscheinen, dass Dinge die mit CO-Zwei in Verbindung sind teurer werden.

00:15:52: aber manche sehen auch ihre finanziellen Möglichkeiten gar nicht so.

00:15:55: unbedingt jetzt sagen okay Neues Dach BV drauf Wärmepumper alles möglich ist ja auch eine Frage des Alters.

00:16:01: Wie gehst du mit diesen Ängsten und Sorgen in deiner Kundschaft um?

00:16:04: Bei den Beratungen ist eigentlich so der erste Satz den ich sage, dass ich natürlich Verständnis dafür habe.

00:16:10: dass man da überfordert ist.

00:16:12: Man weiß wirklich nicht, wo fange ich jetzt an?

00:16:13: Fange ich an der Fassade an, fange auf dem Dach an.

00:16:16: Fang' ich bei der Fotovoltaikanlage an.

00:16:17: Fange Ich bei der Wärmepumpe an!

00:16:19: Fang' dich beim E-Auto an!

00:16:20: Da gibt es wirklich viele Dinge die man da tun kann und die Leute wissen wirklich nicht was sie machen sollen.

00:16:26: also wir sitzen dann in den Beratungen Und die kommen mir mit sehr viel Verständnis entgegen.

00:16:31: Die finden das dann gut, die freuen sich auch und dann versuche ich ja auch mit den Leuten einfach vor Ort Lösungen zu finden oder Ideen zusammen.

00:16:39: die Photovoltaikanlage in den ersten guten Schritt ist, da man halt die Funktion sofort nutzen kann.

00:16:45: Man spart sofort Strom und macht sich sofort unabhängig vom Netzbetreiber und die Investitionen in die Photowoltaikanlage sieht man dann nach ein paar Jahren wieder.

00:16:53: Deshalb denke ich dass die Photofoltaikenlage dann ein guter Schritt ist.

00:16:56: aber ja die Leute sind da tatsächlich sehr verängstigt.

00:17:00: es kommt auch immer sehr viel in den Medien.

00:17:02: Jetzt letzte Woche war ich auch wieder auf der Baustelle.

00:17:05: Hat mein Kunde gesagt, die neue Förderung bezüglich der Wärmepumpe wäre ja super kompliziert.

00:17:09: Die ist eigentlich nicht arg viel anders als die vorherige.

00:17:13: Die war auch nicht arg komplizierter oder einfacher.

00:17:15: Ich denke wir sind da eigentlich in einer Zeit wo man das per Google relativ leicht herausfinden kann und dann einfach ... sich selber informieren sollte.

00:17:24: Aber an sich ist diese neue Heizungsförderung, finde ich jetzt auch nicht schlecht!

00:17:27: Nur kam sie halt sehr plötzlich.

00:17:30: Wie schaust du abends Nachrichten?

00:17:32: Wenn du auch jetzt saßt dieses Hin und Her rein in die Kartoffeln raus aus den Kartoffeln wenn Politik tatsächlich im Wochentakt über Bedingungen redet also ob das jetzt Vorgaben für euch sind als Betrieb oder Vorgabe für die Kunden verzweifelst du da auch?

00:17:47: Also es gibt ja auch manche Handwerksbetriebe, die sagen unter diesen Rahmenbedingungen habe ich eigentlich keinen Bock mehr.

00:17:53: Jetzt hast du noch weite Teile deines Berufslebens vor dir?

00:17:57: Wie schaust du da drauf?

00:17:59: Gespalten!

00:18:00: Ich finde dass wir das uns doch teilweise deutlich schwerer machen als nötig.

00:18:07: Ich bin aber an sich immer ein Optimist.

00:18:09: Da muss man dazu sagen, es gibt die Optimisten und Pessimisten.

00:18:14: Und am Ende liegen beide falsch.

00:18:15: nur der Optimiste halt in eine viel geilere Zeit.

00:18:21: Ich habe mir da oft Sorgen gemacht.

00:18:22: Oh nein was machen wir jetzt wenn die nächste Förderung aufhört oder wenn sie die Gesetze ändern?

00:18:27: Wir hatten im Ende immer genug Aufträge und genug Arbeit!

00:18:31: ein bisschen gelassen sehen.

00:18:32: Wenn ich mich dazu arg reinsteige und mich dazuag drin fokussiert, dann verlieh' ich auch den Spaß!

00:18:38: Es wäre aber schön wenn wir einfach mal eine klare Marschrichtung hätten und die dann auch mal von dem längeren Zeitraum, vom längeren Tonus einfach mal behalten und dem treu bleiben und nicht immer alle vier Jahre irgendwas über Bord werfen – das werden die natürlich auch schön.

00:18:53: Ja, also da bin ich ziemlich ... Da bin ich ein bisschen zwiegespalten.

00:18:57: Ein anderes Feld auf dem viel Zweifel herrscht auch durchaus.

00:19:02: Pessimismus bei einigen ist die Frage wieviel Nachwuchs und welchen Nachwuchs wir im Handwerk noch bekommen?

00:19:09: Das hast du eben ja gesagt.

00:19:10: ihr kriegt immer mehr Bewerbungen.

00:19:12: Was sind das?

00:19:13: für welche kann man die gebrauchen?

00:19:15: Ich meine, du bist siebenzwanzig.

00:19:16: Du könntest jetzt schlecht auf die Jugend schimpfen.

00:19:19: Du bist aus meiner Sicht noch selbst.

00:19:21: Teil vielleicht zumindest der jüngeren Generation.

00:19:24: oder sagst du auch schon, oh Gott irgendwie was danach kommt aus den Schulen.

00:19:28: Da haben wir es gerade eigentlich ganz gut.

00:19:30: also ich kann jetzt da nur von meinen drei neuen Azubis berichten die im September anfangen.

00:19:34: wir haben sowohl einen Akademiker handwerken

00:19:38: und nochmal kurz fürs Protokoll Du hast zehn Mitarbeiter und stellts jetzt drei neue Azubi sein.

00:19:43: Genau Ausbildungsquote dreißig Prozent Ja.

00:19:46: Seid ihr dann dreizehn in Summe?

00:19:48: Ich müsste jetzt genau nachziehen, ich weiß es gar nicht auswendig.

00:19:51: Aber wir schreimen immer mal wieder an der Zehn-Mitarbeit und man muss auch sagen da ist ja eine Teilzehrkraft dabei die dann natürlich nur als Nullkommar fünf Stelle ziehen sollte.

00:20:01: Der Chef muss man eigentlich auch nicht mitsehen, dann sind's nur noch acht also... Trotzdem

00:20:06: ist es auf jeden Fall ein unglaublich hohes Engagement, was du da zeigst in der Ausbildung jetzt schon.

00:20:11: Genau und wir haben quasi einen Akademiker, der hatte tatsächlich studiert.

00:20:16: Dann haben wir einen lieben jungen Mann, der hat die Fachhochschuhreife und dann haben wir einem tollen jungen Mann, der jetzt auch als Mini-Jobber im Betrieb tätig ist der hat den Realschulabschluss.

00:20:29: Ich wollte für die Lehre des Elektrikos nur den Hauptschulab schluss, er hatte jetzt einen Realschlulab-Schluss.

00:20:34: auch schon mal sehr gut.

00:20:35: damit würde in der Schule einigermaßen gut klar kommen.

00:20:38: also da haben wir wirklich drei richtig gute Bewerbungen alles drei tolle Typen und das sind mir richtig gespannt drauf wie es dann wird im September und da freue ich mich schon wenn die richtig gute Leistungen abliefern.

00:20:51: Also

00:20:51: dieses allgemein übermittelte Bild mit der Jugend von heute ist nichts mehr anzufangen, kannst du nicht teilen?

00:20:57: Man muss es immer einzeln betrachten.

00:20:58: natürlich hatten wir auch schon Praktikanten da.

00:21:00: das lief dann nicht ganz so gut das muss man aussagen.

00:21:03: also Ich glaube, dass die guten tüchtigen Menschen das jetzt erkennen.

00:21:08: Dass es Handwerk durchaus Chancen bietet und dass es wirklich auch ein toller Beruf ist.

00:21:13: Es lohnt sich den Beruf zu lernen.

00:21:15: Man hat da das ganze Leben lang was davon Und die kommen jetzt in Sandwerk und das ist schön.

00:21:20: Meine Aufgabe als Meister ist jetzt halt die quasi einfach im Handwerk zu behalten.

00:21:25: Das die quasi sagen ja wohl!

00:21:27: Das hat mir so Spaß gemacht.

00:21:28: Ja ich sehe da die PV-Anlagen Kumpels und Kollegen, dann fredagst du nicht mal zum Essen.

00:21:34: Und wir haben eine gute Zeit auf der Baustelle.

00:21:36: Und es lohnt sich.

00:21:37: ich kann meine Familie versorgen ernähren das die dann im Handwerk bleiben.

00:21:41: Das ist mein Ziel

00:21:43: dieser veränderte Blick der Gesellschaft aufs Handwerk.

00:21:45: Du hast es gerade auch gesagt dass die Leute erkennen da gibt es doch spannende und auch sichere Jobs.

00:21:51: Der hat ja auch ein bisschen damit zu tun, dass sich Leute von anderen Berufsbereichen abwenden oder sagen Mensch guck mal so große Industriekonzerne wandern ab oder Fabriken machen zu.

00:22:01: Das ist ein Profitieren das so ein bisschen zweischneidig ist weil wir brauchen ja auch die großen.

00:22:06: und du hast es ja auch gesagt und ich habe's ganz am Anfang zitiert Du findest starkes Handwerk und starke Industrie gehören zusammen.

00:22:13: was?

00:22:14: Meinst du damit?

00:22:15: Na ja, das ist so.

00:22:16: Als ich meinen ersten Mercedes-Kunde hatte, der bei mir eine Pifarnlage gekauft habe, da hab' ich mich gefreut und dann hab', ich angefangen mit...

00:22:22: Also ein Kunde, der Mercedes fuhr!

00:22:24: Nee, der BMerzeh des Arbeitsplatzes.

00:22:26: Bei Daimler sagt man ich in Sturgut... Also die schaffert beim Daimlo, gell?

00:22:29: Ja genau!

00:22:30: Und dann kam der zweite und dann kamen der dritte und da hab' ich angefangen zu zählen und irgendwann habe ich aufgehört, weil so viele sind jetzt mittlerweile also Daimlu-Mitarbeiter, die bei uns eine Fotovoltaikanlage haben bauen lassen.

00:22:41: Das gleiche gilt Photobusch.

00:22:43: Wir haben auch unseren ersten Porschemitarbeiter, der bei uns ne Piffonlei gekauft hat Der wohnt im Könken Weil's du das hörst.

00:22:49: liebe Grüße.

00:22:50: Da war ich natürlich auch sehr happy dass er jetzt bei uns den Piffonenlag hat.

00:22:53: Deswegen brauchen wir die gute Industrie.

00:22:55: Das sind die Mitarbeiter der Industrien, die dann bei uns die PV-Anlagen bauen lassen.

00:23:00: Bosch, Heller, Metabo – da war schon bis jetzt alles dabei!

00:23:04: Festo letzte Woche haben wir bei einem Festomitarbeiter eine Anlage bauen dürfen und das macht Spaß und es ist toll deswegen.

00:23:10: Wir brauchen auch eine gute Industie.

00:23:11: ich glaube... Das Handwerk und die Industrie, die dualieren sich ja schon seit X Jahren.

00:23:17: Ist es quasi so.

00:23:18: der Elektriker ist natürlich auch universell einsetzbar.

00:23:22: Deswegen gibt's da dann viele Handwerke und Elektriken, die in die Industie abgewandert sind.

00:23:28: Das ist natürlich traurig!

00:23:29: Ich glaube auch dass die Industrien da auch immer ihre Karten halt voll ausgespielt haben.

00:23:34: Sprich vier Tage Woche oder was weiß ich?

00:23:36: Was für Benefits die da haben... Da konnte der normale Handwerker halt einfach nie mithalten.

00:23:40: das ging einfach nie wird auch in der Zukunft auch schwer sein.

00:23:44: Ich begrüße es, dass sich der Trend ein bisschen wieder davon weg geht, das alles ein bisschen wie normaler wird und sich die Leute aufteilen können.

00:23:51: Und dann so gerne in Teilen in die Industrie gehen, gern in Teiles oder ins Handwerk gehen – ich denke, dass man da einfach zusammenhalten soll!

00:23:58: Mir Elektriker sind ja auch oft in der Industrie tätig als Betriebseläktriker oder in der Instandhaltung oder….

00:24:04: Da funktioniert mal einen Wechselrichter nicht und dann rufen die uns an und müssen wieder hinfahren und gucken.

00:24:10: Beide zusammen einfach im Team sein sollten.

00:24:13: Ein sehr schöner Gedanke, apropos Zusammenwirken.

00:24:17: Du entwickelst dich ja auch weiter und willst etwas machen was bislang eher so getrennt war?

00:24:23: Und das willst du in dir vereinen.

00:24:25: ich habe gehört du machst eine Weiterbildung im Bereich sanitärer Heizung

00:24:29: genau.

00:24:30: Das heißt, Elektro reicht dir nicht mehr?

00:24:32: Genau.

00:24:32: Also ich gehe noch mal zur Abendschule oder in die Teilzeitschule und zwar lerne ich in Stuttgart im ETZ, lerne den Anlagenmechaniker.

00:24:41: vollwertiger zweiter Beruf.

00:24:43: Genau und vollwertige zweite Beruf mit Eintragung in der Handwerkskammer, dadurch das sich ja schon ein Meisterbrief habe, was ich dann in die Handwerkkammer eingetragen als Sanitärheizung- und Klimaanlagenmechaniker.

00:24:55: Das heißt du kannst dann auch rechtlich absolut sauber diese SHK arbeiten künftig umsetzen?

00:25:02: Ist das für dich ein beruflicher Bereich, der auch mehr und mehr zusammenwächst?

00:25:06: Ja definitiv!

00:25:07: Der wächst sehr stark zusammen, das beste Beispiel dafür ist die Wärmepumpe.

00:25:11: Die Wärmepumpe wird sowohl hydraulisch angeschlossen als auch elektrisch.

00:25:15: Den elektrischen Anschluss machen wir dann auf der Baustelle und da ergibt sich jetzt einfach dass die Heizungsbetriebe dann Elektromeister einstellen, die Elektro-Betriebe Heizungspomeister einstellen.

00:25:27: und deshalb haben Gewerke gesagt, also immer das ZV-SHK und immer das zV-EH haben gesagt wir treffen uns jetzt.

00:25:34: Und machen eine Vereinbarung der Heizungsbaumeisterdorf Elektriker werden unter Elektrikermeisterdorff Heizungspauerwerden.

00:25:40: Und diese diese Transformation in den Berufen die personifizierst du dann jetzt schon mal?

00:25:47: Aber ich frage mich... Also du bist Chef von zehn Leuten und es werden mehr.

00:25:52: Du gehst selbst noch raus auf die Baustelle.

00:25:55: Jetzt lernste in der Abendschule noch einen zweiten Beruf.

00:25:57: wie kriegst das unter?

00:25:58: in vierundzwanzig Stunden.

00:25:59: Also, wann schläft du?

00:26:01: Hast du Freunde?

00:26:03: Das ist eigentlich gar nicht so schlimm wie man ... Also nein, ich hab keine Freundin.

00:26:08: Sind alle in der Firma?

00:26:09: Genau!

00:26:11: Nee tatsächlich ist es jetzt nicht so schlimm, wie sich das anhört.

00:26:14: Da muss ich wirklich wieder mein Team loben.

00:26:16: Ich habe da wirklich echt ganz tolle Arbeiter die mir da den Rücken freihalten.

00:26:20: Ich hab eine ganz, ganz toelle Frau im Büro Die HighCat, die ist quasi meine rechte Hand im Bürow.

00:26:26: Die macht die ganzen Anmeldungen und die ganzen Netzbetreiber.

00:26:29: Dinge erledigt sie für mich.

00:26:30: Ich hab einen ganz tollen Obermonteur oder Mike der da mir wirklich auch echt gut unter die Arme greift.

00:26:35: Also ich hab' da wirklich ein tolles Team, ohne die wird's nicht geben!

00:26:38: Dann ist meine Freundin in meiner Firma, sie kümmert sich um das Marketing und um die Öffentlichkeitsarbeit.

00:26:44: Sie schaut dabei wenn wir auf Messen mal einen Stand machen... Da kommt sie dann auch immer mit, da bin ich auch sehr froh drüber.

00:26:50: Ich habe da schon Unterstützung.

00:26:52: also es klebt nicht immer alles an mir.

00:26:55: Das ist auch, glaube ich ganz wichtig dass man das heutzutage so macht.

00:26:58: Die Leute wollen mit einbezogen werden die wollen Entscheidungen treffen, sie wollen dabei sein bei der Projektleitung.

00:27:06: und da bin ich der erste der sagt hier tue dich aus

00:27:09: Wenn du dir fürs Handwerk jetzt hier in deiner Heimat, hier in Baden-Württemberg etwas wünschen dürftest.

00:27:16: Du hast halt sein Mikrofon vor dem Mund.

00:27:18: Du darfst jetzt so sagen die große Botschaft los werden?

00:27:21: Was wäre das?

00:27:21: Ist da tief im Herzen des jungen Unternehmens was drin oder saß da?

00:27:25: könnten wir noch was besser machen?

00:27:27: Ich würde mir, wenn ich mir einen Wunsch hätte.

00:27:30: Dem Handwerk geht es gerade ja sehr gut und vor allem dem Elektro- und den Sanitärheizungshandwerk, dem geht es ja gerade auch sehr gut.

00:27:36: Es geht aber nicht allen Handwerken so gut und es geht auch nicht allen Firmen so gut.

00:27:40: Ich finde schön, wenn wir die Wirtschaftskrisen oder der Automobilindustrie, wenn wird die Wirtschaftskrisen gelöst bekommen?

00:27:47: Und wenn wieder alle Firmen im Land waren würden wir gut gehen.

00:27:51: Das wäre so mein Wunsche!

00:27:52: Dann funktioniert's wirklich dann macht's auch am allermeisten Spaß.

00:27:56: Denkt da einfach auch an alle anderen Handwerker.

00:27:58: Jetzt kann ich hier sitzen und sagen, ihr wollt alles super, es funktioniert alles reibungslos.

00:28:03: so sieht die Realität ja auch nicht immer aus.

00:28:06: aber ich hoffe dass den anderen Firmen auch bald wieder gut geht.

00:28:09: Ich finde du bist ein so viel Positivität ausstrahlender Vertreter deines Gewerks.

00:28:15: Kann man dich auch gewinnen über solche Interviews hinaus?

00:28:19: Über das Model da sein in der Fotosession für unser Magazin Für das Handwerk ein Botschafter zu sein, hat man dich schon mal angesprochen für die Handwerksorganisation?

00:28:30: Nee tatsächlich noch nicht.

00:28:32: Hab ich das dann mal weitergeben?

00:28:33: Ja gerne!

00:28:35: Wenn ich meine Fortbildung beendet habe, dann hab' ich wieder mehr Luft.

00:28:40: Ja, nee.

00:28:40: Hat sehr viel Spaß gemacht!

00:28:42: Nicht dass die Abende dann bei dir noch vom Fernseher enden... Also das wäre ja eine

00:28:46: verschenkte

00:28:46: Zeit.

00:28:48: Liebe Felix wir haben zum Schluss unseres Podcasts hier immer ein Spiel und das ist relativ einfach.

00:28:55: Das heißt entweder oder.

00:28:56: Und du kannst dir vorstellen was es bedeutet?

00:28:59: Wir haben paar Begriffspaare zusammengestellt und du musst einfach ganz schnell und ganz spontan antworten, welcher Begriff dir besser gefällt.

00:29:07: Los geht's Entweder Foto-Voltaik oder Wärmepumpe.

00:29:11: Schon Fotovoltaik!

00:29:13: Am liebsten beides, da habe ich dein Zögern.

00:29:16: Baustelle oder Büro?

00:29:18: Ja, das hätte ich jetzt auch gewettet.

00:29:20: Selbst montieren oder beraten?

00:29:23: Selbst montiert.

00:29:24: Auch okay.

00:29:25: Früh anfangen oder länger arbeiten?

00:29:27: Früher anfangen.

00:29:28: Wann fängst du an?

00:29:29: Also ich fange um sechsunddreißig an.

00:29:31: meine Mitarbeiter fangen um sieben und fünfzehn an.

00:29:34: Ich glaube es ist ganz normal im Handwerk.

00:29:36: Okay, und du kommst gut raus morgens?

00:29:38: Ja.

00:29:38: Schon immer?

00:29:39: Ich bin früher aufsteher.

00:29:41: Das hilft natürlich.

00:29:43: Smart Home oder klassische Installationen?

00:29:45: Klassisch!

00:29:46: Ach

00:29:47: was?!

00:29:48: Okay warum das?

00:29:49: Wir bieten auch Smart Homes an.

00:29:50: also ich bin zertifizierte KNX Programmierer aber... Ich habe mir so viel Technik zu tun jeden Tag in meinem Alltag.

00:30:00: Ich glaube, den anderen Leuten geht es nicht anders und dann will ich nach Hause kommen oder auf einen Lichthalter drücken und das selbst an- oder ausgehen und fertig.

00:30:07: Ich hab da keine Lust, irgendwie noch eine Funktion dahinterzuhaben.

00:30:12: also ich bin da eher einfach!

00:30:15: Ich find's toll, ich freu mich wenn Kunden so nen Smart Home von uns installieren lassen.

00:30:20: wir haben so ein mal installiert in Kirchheim.

00:30:22: Ist verrückt was ist am Ende Kunde?

00:30:23: Das war wirklich ne echt tolle Anlage Nur war es in einer Achosjahr teuer.

00:30:29: Also ich hatte mal eine Mietwohnung und da gab's Lichtschalter, die hab' ich irgendwie nach drei Jahren noch nicht verstanden... Richtig!

00:30:36: ...

00:30:36: falls die waren tatsächlich zu schlau für mich.

00:30:39: Letztes entweder oder lieber Felix Mercedes- oder Transporter?

00:30:43: Mercedes.

00:30:44: Weil es gibt ja auch Transporter von Mercedes aber wahrscheinlich ist das sagen die Limousine.

00:30:49: Fährst du ein?

00:30:50: Ich fahre ein Mercedes-Transporter richtiger

00:30:54: Privat auch schwer?

00:30:55: Ich habe nur ein Auto.

00:30:56: Also ich hab einen weißen Mercedes-Transporter

00:30:59: für Dienst und

00:31:01: Privat.

00:31:02: Genau, richtig!

00:31:02: Das

00:31:03: finde ich mir alle.

00:31:04: Ein Vierundzwanzig Stunden Handwerker.

00:31:07: Immer die Werkzeugkiste hinten drin und eine kleine Leitung.

00:31:10: Für alle Fälle immer dabei.

00:31:12: Wie

00:31:12: ein Hausarzt

00:31:13: ne?

00:31:13: Genau!

00:31:14: Super!

00:31:15: Ach Felix, noch ewig mit dir weiterspielen.

00:31:18: vielleicht ist es tatsächlich nicht das letzte Mal und ich komme dich auf jeden Fall auch mal dort besuchen, wo du schaffst ob es dann im Büro ist oder irgendwo auf der Baustelle.

00:31:27: Das muss ich mir unbedingt mal angucken wie ihr als Rock'n Roller-Truppe da von Geiselhard unterwegs seid!

00:31:32: Ich fand's wirklich motivierend und bereichernd, wie du heute berichtet hast.

00:31:37: Vielen vielen Dank dafür Und wir werden natürlich auch über dich noch ein paar Infos in die Show Notes stellen.

00:31:43: Wer euch besuchen möchte, in den sozialen Medien seid ihr glaube ich auch unterwegs.

00:31:47: da kümmert sich deine Freundin drum genau und alle Links, die man dazu braucht, die findet ihr bei uns in den Show Notes.

00:31:53: Dann bleibt mir nicht nur dir Danke zu sagen sondern natürlich auch für die Vorbereitung der Sendung an Virenernagel und Sabrina Kreuz bei uns aus der Redaktion.

00:32:02: Und ich weise sehr, sehr gerne auf unser Archiv hin alle Goldbodenfolgen von... also bis hierher sind nach wie vor nicht gut abgehangenen sondern immer noch gut hörbar!

00:32:12: Auch nach Felix wird es weitere Gäste hergeben.

00:32:15: das kündige wir ja rechtzeitig an.

00:32:17: dir einen schönen Tag und schnell zurück dahin wo's dir so richtig viel Spaß macht weil ich sage bis zum nächsten Mal mein Name ist Peter

00:32:24: Haas.

00:32:25: Das war´s Podcast vom Handwerk BW.

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