Energiewende mit Bodenhaftung: Thekla Walker über Handwerk, Planungssicherheit und Vertrauen

Shownotes

Wie sieht die Energiewende aus, wenn man sie nicht nur politisch gestaltet, sondern am eigenen Haus erlebt? Thekla Walker kennt beide Perspektiven. Die baden-württembergische Umweltministerin begleitet privat die Sanierung eines alten Bauernhauses mit Wärmepumpe und Photovoltaik. Mit HANDWERK BW-Hauptgeschäftsführer Peter Haas spricht sie darüber, wie komplex solche Entscheidungen für Eigentümer sein können – und welche Rolle gute Beratung und das Handwerk dabei spielen.

Im Gespräch geht es um die Photovoltaikpflicht, Planungssicherheit und die Frage, wie Klimaschutz auch in Zeiten wachsender Verunsicherung vermittelt werden kann. Walker erklärt, warum sie auf konkrete Beispiele, Zusammenarbeit und pragmatische Lösungen setzt. Außerdem geht es um Wärmewende und Windenergie, Klimaanpassung und Wasser – und um den Sanierungssprint, bei dem verschiedene Gewerke gemeinsam zeigen, wie Gebäudesanierung schneller und besser organisiert werden kann.

Eine Folge über Energiewende zwischen politischem Anspruch und handwerklicher Praxis – über Vertrauen, Planungssicherheit und Lösungen, die vor Ort funktionieren müssen.

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00:00:04:

00:00:11: Der Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge vom Goldboden, unserem Podcast bei Handwerk BW.

00:00:17: Und heute haben wir einen prominenten Gast eine Dame aus der politischen Prominenz und zwar wenn man hier baden-württembergische Verhältnisse sich jetzt mal vor

00:00:27: Augen ruft

00:00:28: ganz weit oben.

00:00:30: sie war schon Mal Parteichefin Sie seit zehn Jahren im Landtag

00:00:36: ist

00:00:37: gut fünf Jahre Umweltministerin in Baden-Württemberg und damit die entscheidende Politikerin im Thema Wärmewände, Energywände all das was uns so umtreibt.

00:00:50: Die Welt verändert sich und sie versucht sie zu gestalten.

00:00:54: Ich freue mich sehr Tecla Walcker hier bei uns im Goldboden Studie zu haben.

00:00:57: Grüß Sie!

00:00:58: Ich freu mich auch, grüß Sie.

00:01:00: Es ist ihnen glaube ich auch nicht zwingend an der Wiegel gesungen worden dass sie mal Ministerin in einer Landesregierung sind, oder?

00:01:09: Auf keinen Fall.

00:01:10: Also es war auf jeden Fall nicht mein Karriereplan und das hat sich jetzt im Laufe der Jahre so entwickelt.

00:01:17: aber ich muss ehrlich sagen Ich bin sehr froh über dieses Amt und die Themen, die ich da vertrete weil das auch wirklich meine Herzensthemen sind.

00:01:26: also da brenn' ich auch dafür.

00:01:27: Und wenn's dann mal länger geht und man viel arbeiten muss und das muss man als Ministerin immer Dann ist es für mich vielleicht dann leichter, weil es wirklich auch Themen sind die mich interessieren und wo ich mir das erreichen möchte.

00:01:42: Jetzt wenn man in die Politik geht kann ja tatsächlich vieles mit einem passieren.

00:01:46: wir haben das jetzt in diesem Jahr auch wieder in Berlin gesehen.

00:01:49: also Menschen die nie Gesundheitsminister werden wollten sind dann plötzlich Gesundheitsminister.

00:01:54: Wenn man bei ihnen den Lebenslauf schaut dann gibt es zumindest ein paar kleine Wurzeln Richtung Umwelt und Naturschutz auch dann deuten.

00:02:05: Sie haben ja während ihrer Studienjahre, während ihrer Ausbildung immer mal wieder auf Berührungspunkte gehabt.

00:02:12: Woher kam dieses Umweltinteresse?

00:02:15: Dass es also tatsächlich heute schon ein bisschen mehr als bei anderen in der Logik gibt dass sie auch Umweltministerin sind.

00:02:21: Also ich habe wie schon immer für solche Themen grundsätzlich interessiert, auch für politische Themen.

00:02:29: aber Eigentlich war es tatsächlich nochmal so ein Umbruch mit der Geburt der Kinder, dass ich mich wesentlich stärker für die Umwelt, für Naturschutz Themen, für Gesundheit interessiert habe.

00:02:42: Das hat schon angefangen als ich schwanger war sogar... Woher kommt jetzt die Nahrung?

00:02:48: Kaufe ich lieber Bioprodukte.

00:02:50: Warum eigentlich?

00:02:51: Also, ich habe mich mit solchen Themen mehr beschäftigt und mich hat die Frage auch umgetrieben so in was für eine Welt wachsen meine Kinder unsere Kinder auf?

00:03:02: Und dann kamen So Zufälle zusammen dass Ich dann auch von einer Nachbarin erfahren habe Die Natur- und Umweltpädagogik selber betrieben hat Und dann war das halt auf einmal wie so ein Ruh, würde ich mal sagen.

00:03:19: So nach dem Motto, Mensch, das ist ein Thema!

00:03:22: Das interessiert mich da möchte ich eigentlich hin, den möchte ich folgen und dann hat sich die sukzessive so entwickelt dass ich ja eigentlich aus dem Bereich wo ich vorher war also eher im Bereich Geschichte Kultur eben in den Umweltbereich gegangen bin.

00:03:39: Und ja, das ist seitdem ich ungefähr so Ende zwanzig Anfang dreißig bin.

00:03:44: jetzt bin hier schon ein bisschen älter

00:03:46: und wässerlich

00:03:47: Ja aber dennoch Seither habe Ich das eigentlich konsequent verfolgt.

00:03:53: Also Geschichte, Amerikanistik auch waren ihre Studienfächer und dann kamen halt diese zusätzlichen Ausbildungen noch mal Weiterbildungen für sie dazu.

00:04:04: Wenn man in Ihre Vita schaut, haben Sie da ja schon als Jugendliche eine gewisse Reise hinter sich gebracht – auch geografisch!

00:04:12: Sie kommen wie ich aus

00:04:13: NRW.".

00:04:14: Jetzt sind wir beide neigschmackte, also aus Dülmen und am Rande des Ruhrgebiet in Recklinghausen aufgewachsen.

00:04:22: Da ist ja so richtig... Voller Podge genau!

00:04:27: Aber jetzt schon glaube ich seit der späteren Schulzeit dann auch an Baden-Württemberg ansässig.

00:04:32: Also würden Sie sagen dass das Schwäbische hat jetzt überhand

00:04:36: genommen?

00:04:37: Sehr interessante Frage weil ich ja auch nicht jetzt schwäbisch spreche.

00:04:42: Obwohl ich seit nineteenhundertvierundachtzig in Baden-Württemberg lebe, also den weitaus größeren Teil meines Lebens habe ich jetzt in BadEN Württmberg verbracht.

00:04:51: Und wenn ich jetzt nach Hause komme, nach Nordrhein-Westfalen kriege ich schon so gespiegelt Ich würde ja süddeutsch sprechen auf jeden Fall.

00:04:59: Also es werden so süd deutsche Floskeln zum Beispiel daheim oder sowas wagend.

00:05:05: Das wird man ja in Nordrheinwestfalen nie tun.

00:05:08: Also ich fühle mich schon hier wirklich zu Hause und das ist jetzt auch meine Heimat.

00:05:13: Aber ich habe die Wurzeln noch nach Nordrhein-Westfalen, nach wie vor.

00:05:17: Ich würde aber jetzt wenn man mich vor die Wahl stellen würde, willst du wieder zurück?

00:05:22: Vielleicht doch!

00:05:23: Ich würde auf jeden Fall hier bleiben.

00:05:25: also ich bin jetzt hier und ja bin auch gerne in Baden-Württemberg und tatsächlich ist es einfach mein Zuhause.

00:05:33: Das macht es wahrscheinlich auch leichter dann für The Land Politik zu machen, wenn man sagt das ist hier der Dunstkreis für den ich Verantwortung habe.

00:05:43: Wenn Sie jetzt heute aus der professionellen Verantwortung Begegnet Ihnen tatsächlich persönlich als der privaten Teckler-Walker diese Energiewende?

00:06:01: Und wo sehen Sie für sich, da passiert gerade was oder da muss etwas noch passieren.

00:06:08: Also ganz persönlich ist es so dass ich mit meinem Lebensgefährten seit einigen Jahren ihn begleite sage jetzt mal weil mir fehlt natürlich selber die Zeit einen altes Bauernhaus zu sanieren Und das tatsächlich auch mit einer Photovoltaik-Anlage versehen und Wärmepumpe ist schon passiert.

00:06:30: Ah, da ist es schon drin?

00:06:31: Ja,

00:06:31: ist schon da!

00:06:33: Aber ich kenne... Das ist aus dem achtzehnten Jahrhundert.

00:06:37: Okay ja.

00:06:37: Und da war wirklich richtig viel zu tun um das fit zu machen und zu überlegen wie macht man das jetzt in dem Haus?

00:06:44: Da ist natürlich ein wunderschöner alter Kachelofen drinnen Der ist auch drin, der bleibt auch drin.

00:06:50: Also da wird auch weiter.

00:06:51: wahrscheinlich ab und an wenn es sehr, sehr kalt ist, wird damit Holz geheizt.

00:06:56: das ist ja auch wahnsinnig gemütlich und im ländlichen Raum ist es ja auch was Gutes, was Positives dass man, wenn man da Holz hat, dass man das auch nutzt.

00:07:06: aber Eine unglaubliche Erfahrung, wenn man das so selber mitbekommt.

00:07:12: Was das alles bedeutet?

00:07:14: Dann zu überlegen wie macht man das und wie geht es auf dem Dach?

00:07:17: Und also alle diese Fragen wo ziehen wir jetzt die Heizungsanlage ein?

00:07:23: Also will heißen ne Es gibt keine Fußbodenheizung machen was in die Wand und es sind so viele Überlegungen So viel Arbeit.

00:07:31: aber es Tolle ist halt auch für mich, dass ich wahnsinnig viel mitbekommen habe.

00:07:36: Also ich kann da echt mithreden, weil wir auch da viel selber gemacht haben oder es wurde viel selbst gemacht und natürlich aber auch mit Handwerk verbunden... Ich

00:07:48: wollte gerade sagen, ich hoffe das ist auch der eine oder andere?

00:07:51: Nicht

00:07:51: nur selber gemacht!

00:07:52: Mein Lebensgefährter ist auch gelernter Tischler.

00:07:55: also von daher ist es tatsächlich so, wahnsinnig viel mitbekommt.

00:08:00: Also das fand ich eine super gute Erfahrung, weil dann konnte ich auch mithreden wenn es mal um Altbau geht oder wirklich ältere Gebäude und ich kann das total gut verstehen wie schwierig dass auch ist dann Entscheidungen zu treffen und zu überlegen Wie rechnet sich das?

00:08:16: Und wie kann man das am besten gestalten.

00:08:19: und ja also Ich kann das sehr gut verstehen und habe das dann eben hautnah Mitverfolgt und von daher ja, das ist schon eine große Entscheidung.

00:08:28: Das wäre jetzt spannend mal zu erfahren ob die Umweltministerin oder ihr Lebensgefährte irgendwann mal gesagt hat was sind das für eine missbürokratische Regelung her?

00:08:37: Oder warum müssen wir das denn jetzt machen?

00:08:39: oder dass es aber teuer haben.

00:08:41: sie selbst ein bisschen die Challenge Ihre eigene Politik ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber so gespürt?

00:08:47: Ja und zwar vor allen Dingen deswegen weil ich glaube das es gerade für private also für Menschen die jetzt zum Beispiel in Haus haben des Sanieren oder sich überlegen Mensch.

00:08:57: Ich will was ändern oder ich will auch eigentlich umsteigen auf eine klimaneutrale Wärmelversorgung dass es nicht so leicht ist dazu recht zu kommen mit den Anträgen die man stellen muss für ne Förderung mit einer Beratung ob man die bekommt und wie man sie bekommt.

00:09:15: Also das sind sehr viele Prozesse, das ist sehr komplex und ich kann schon verstehen dass es für den ein oder anderen dann echt eine Herausforderung ist.

00:09:23: Oder wenn man nicht sicher ist wartet man vielleicht eher ab.

00:09:27: also das ist schon so denke ich dass gerade dieses Thema Beratungen ja wahnsinnig wichtig ist.

00:09:37: Gut, also wir haben das auch so erlebt.

00:09:39: Dass es da wirklich auch ganz tolle Unternehmen gibt Handwerksbetriebe auch inzwischen die wirklich top organisiert sind und dabei helfen individuelle Lösungen zu finden weil das ist ja das Wichtige man kann ja nicht einfach immer was von der Stange kaufen so und dann baut man das ein sondern man braucht auch Leute die sich auskennen und mit einem das angucken und beraten.

00:10:04: wie sieht denn das jetzt in diesem Haus aus?

00:10:07: Und vor allen Dingen, wenn dann alles installiert ist und irgendwann doch noch mal eine Frage im Nachhinein ist oder was repariert wird, die dann nicht über alle Berge sind.

00:10:15: Absolut!

00:10:16: Nur dass damit sind ja viele unserer Betriebe konfrontiert, dass das manche dann tatsächlich Serienangebote in Anspruch genommen haben und danach fehlt derjenige, der weiß wie es geht, wie man's warten kann.

00:10:30: Jetzt sind Sie hier dafür verantwortlich?

00:10:32: Das zu Beginn der... letzten Legislaturperiode als die Umweltministerin wurden, die sogenannte Photovoltaik Pflicht in Baden-Württemberg eingeführt wurde.

00:10:41: Das heißt wenn man irgendwas am Dach machte dann muss da PV drauf.

00:10:47: Jetzt gehe ich mal davon aus dass es keinen Streit bei Ihnen zu Hause gab nach dem Motto super mein Schatz danke für diese Regelung jetzt muss ich auch noch eine PV auf das Bauernhaus machen sondern dass das aus Überzeugungen kam.

00:11:00: Wie hat sich diese Pflicht, die ja zu großen Diskussionen geführt hat aus ihrer Sicht jetzt entwickelt über dieses halbe Jahrzehnt?

00:11:09: Also wir haben es auch evaluiert und tatsächlich läuft das am besten im Neubau.

00:11:14: Da sieht man ganz deutlich... Man kann schon fast sagen eine Selbstverständlichkeit geworden, so wie auch die Wärmepumpe als Anlagentyp.

00:11:26: Als Heizung im Prinzip, als Technologie sich da im Neubau wahnsinnig gut durchgesetzt hat.

00:11:32: genauso ist es mit der Photovoltaik.

00:11:34: bei der Dachsanierung haben wir noch Luft nach oben.

00:11:38: Da müssen wir noch ein bisschen abwarten, die gibt es ja auch nicht so lange.

00:11:42: Das ist etwas später eingeführt worden – also die PV-Pflicht XXI, die Dachsanierung kam dann Anfang XXIII.

00:11:49: und da merken wir, da müssen wir mehr informieren.

00:11:52: Also das ist jetzt noch nicht so viel was da gelaufen ist.

00:11:58: Wir haben auch das Gefühl dass viele es noch nicht richtig.

00:12:00: Wissen oder dass das sich noch nicht so überall bis jetzt etabliert hat, wissen aber auch ja von vielen Dachsanierungen nicht.

00:12:09: Also die Frage ist wie erfährt man überhaupt davon ob dann anlässlich der Dach Sanierung tatsächlich diese PV-Pflicht dann gegriffen hat.

00:12:18: und insofern wollen wir da einfach nochmal dranbleiben.

00:12:21: und wichtig ist ja auch wir wollen auch nicht neue Bürokratie aufbauen.

00:12:25: Wir wollen ja jetzt nicht, dass da wieder neue Meldepflichte

00:12:28: Und

00:12:30: das will man ja nicht, sondern es soll ja anders funktionieren.

00:12:34: Vielleicht mal Stichprobenartig oder so schauen wie ist es denn wenn man sich jetzt in bestimmten Landkreise oder so anschaut?

00:12:42: Das wollen wir schon.

00:12:42: aber wir müssen natürlich auch sehen wie sich das ganze erneuerbare Energiengesetz entwickelt.

00:12:47: also wir sehen ja jetzt die ganze Förderung soll neu aufgestellt werden muss auch seine EU-Vorgabe.

00:12:55: Und da ist ja jetzt noch nicht ganz klar, wie sieht es überhaupt aus?

00:12:57: Mit der PV-Förderung?

00:12:59: bleibt die so erhalten oder ab wann gibt's sie nicht mehr.

00:13:03: Welche Übergangsfristen gibt es?

00:13:05: Also da sehen wir schon auch im Moment bei den Ausbauzahlen bei der PV in Baden-Württemberg dass das leicht runtergeht.

00:13:12: also das ist schon eher ein bisschen problematisch im Moment.

00:13:15: Wir sehen einfach Unsicherheit führt Nicht dazu, dass die Leute das Geld in die Hand nehmen und investieren sondern eher halt abwarten.

00:13:25: Also dieses Phänomen kennen wir ja jetzt wirklich seit einigen Jahren spätestens seit der Energiepreiskrise auch nach Beginn des Ukraine-Krieges und tatsächlich die Zeit, in der Sie jetzt verantwortliche Umweltpolitiküren hier in Baden-Württemberg sind.

00:13:40: da haben sie eine lustige Reise durch den Garten hinter sich gebracht, was die Themen betrifft und wie das Thema Klimawandel auch überhaupt aufgenommen wird.

00:13:52: Ich würde mal sagen noch euphorischem Hype und alle Vollrichtung Nachhaltigkeit hinzu.

00:13:57: jetzt dann gesellschaftlichen Debatten, die auch andere Wahlergebnisse mit sich gebracht haben.

00:14:02: zurück zur Atomkraft oder vielleicht auch so einer Nachhaltigkeitsermüdung.

00:14:09: Das sind ja brutale Konjunkturkurven!

00:14:12: bei diesen Themen.

00:14:13: Wie nehmen Sie das wahr?

00:14:15: Frustriert sie das auch als selbst Umweltschutzunterstützerin und eine, die da voran marschieren möchte wie sich das Thema Nachhaltigkeit entwickelt hat?

00:14:27: oder sagen Sie dass es ja ganz normal?

00:14:29: Nee ich glaube nicht, dass wir in der normalen Zeit uns gerade befinden.

00:14:32: also wir haben halt einfach so viele Krisen die gleichzeitig stattfinden.

00:14:38: also diese Wie man immer so sagt, regelbasierte Weltordnung hat sich verabschiedet.

00:14:44: Man kann sich auf nichts mehr verlassen, dass es einen Krieg in Europa gibt.

00:14:47: Das war ja in der letzten Legislatur auch sowas wo man dachte meine Güte das hätte doch niemand erwartet, dass sowas wirklich passiert?

00:14:57: Dass jetzt die US-Regierung so handelt wie sie handelt und mit erpresst um Grunde genommen gemeinsam mit Putin uns angreift.

00:15:07: Wer hätte das gedacht?

00:15:09: Und ich glaube auch, die Medien haben sich verändert.

00:15:12: Vieles hat sich verändert und die Unsicherheit ist sehr groß.

00:15:15: Was stimmt denn eigentlich noch?

00:15:17: Was ist denn die Wirklichkeit und die Wahrheit?

00:15:19: Und wer sagt es ja?

00:15:20: Wer bestimmt es?

00:15:21: Ich erlebe immer weniger Menschen also in unserer Zeit, die wie sagen wir mal als wir beide jung waren sag' ich jetzt mal Da haben wir alle abends irgendwie Tagesschau geguckt.

00:15:33: Und man hat halt eine Tageszeitung gehabt und vielleicht noch ne Wochenzeitung

00:15:37: usw.,

00:15:38: das gibt's ja alles nicht mehr.

00:15:39: Das war alles wahr?

00:15:40: Also, wir haben es uns

00:15:41: dann akzeptiert...

00:15:42: Genau!

00:15:42: Man hat das schon so überwiegend als das sind die Fakten und dazu gibts dann auch Meinungen natürlich.

00:15:48: Das wusste man auch akzeptieren und das ist ja nicht mehr da.

00:15:52: Und jetzt erlebe ich schon dass es ein bisschen wie soll ich sagen also so eine Art fast eine hysterische Debattenkultur gibt.

00:16:02: Also jede Woche gibt es ein anderes Thema, immer wenn irgendwo was passiert dann ist das das wichtigste Thema eine Woche und dann kommt das nächste wichtigste thema.

00:16:13: und das verunsichert die Leute glaube ich insgesamt.

00:16:15: und desto wichtiger ist es für uns die wir Verantwortung tragen egal in welcher Stelle dass wir einigermaßen ruhig bleiben und sachlich vor allen Dingen immer wieder dranbleiben, erklären warum was wichtig ist.

00:16:29: Klimaschutz zum Beispiel auch ein Thema ist, was weiterhin eine richtige und vernünftige Zielsetzung ist.

00:16:38: Und jetzt verknüpfen wir das eben auch mit wirtschaftspolitischen Themen mit der Frage des Wohlstands von heute und morgen und wie wir es dann mit dem Thema verbinden können.

00:16:48: also so sehe ich dass das unsere Aufgabe Schwieriger geworden.

00:16:52: Es ist schwieriger, ich verdengst den Menschen nicht ein Stück weit weil es eine gewisse Orientierungslosigkeit entstanden und wir erleben das ja auch politisch zum Teil dass man das Gefühl hat boah es wird sich zu stark an wechselnden Meinungen orientiert Ja?

00:17:10: Und das macht alle verrückt.

00:17:13: jetzt stellen wir uns mal vor sie sitzen durch Zufall und ohne dass sie weglaufen können in so einer Kneipe.

00:17:20: Es wird Ihnen jemand an den Tisch gesetzt, der halt lamentiert Angst um den Job.

00:17:26: Benzin wird immer teurer was mit seinen Heizungskosten ist weiß er irgendwie auch nicht.

00:17:34: und diesen Menschen voller Sorge und voller Geldnöte sitzt jetzt eine Umweltpolitikerin der Grünen gegenüber die sagt hey Windkraft PV Wärmenetze.

00:17:48: Das ist das, was uns die Zukunft rettet und Sie fühlen da ja vielleicht so ein Graben auch dazwischen.

00:17:57: wie versuchen sie so einen Menschen zu erreichen?

00:18:00: Und davon zu überzeugen dass sie nicht in irgendwelchen Wolkenkuckungsheimen sind und der nicht in irgendeiner Bubble wo auch keine Fakten mehr hinkommen?

00:18:10: kann man mit solchen Menschen umgehen?

00:18:11: ich glaube was wichtig ist man braucht Beispiele.

00:18:14: also man braucht beispiele geschichten von realen Personen, von Unternehmen.

00:18:19: Von vielleicht Dörfern oder Stadtquartieren wo man einfach nur dieses Beispiel mal erzählen kann gar nicht belehrend ich erkläre dir jetzt mal warum du falsch liest ja sondern eher im Duktus oder in der Haltung von.

00:18:35: Ich versuche erstmal zu verstehen was ist eigentlich die Angst oder die Befürchtung?

00:18:40: Oder das Unverständnis?

00:18:41: so und dann eben Wirklich konkrete Beispiele.

00:18:47: Ich kann dir mal erzählen, ich habe das erlebt.

00:18:49: in dem und dem Dorf haben sich die Leute zusammengetan, haben ihre Energie zusammen aufgebaut und das funktioniert Und die haben jetzt zum Beispiel die und die kosten.

00:19:00: überleg mal das hat doch also das ist wirklich viel günstiger.

00:19:05: Also so viele Beispiele gibt es eigentlich Haufenweise in Baden-Württemberg würde ich mal sagen.

00:19:09: Das ist ja immer das was mir auch Hoffnung macht wenn ich im Land unterwegs bin erlebe sehr viele Bürgerinnen, Bürger, Genossenschaften, Unternehmen, Handwerksbetriebe.

00:19:21: Also viele, viele Akteure die eigentlich schon gezeigt haben dass es funktioniert und das sich sogar rechnet, dass man damit auch erfolgreich sein kann und einen Wohlstand wirklich erhalten kann.

00:19:35: ich hoffe immer dass das funktioniert.

00:19:37: also ich würde mir natürlich immer wünschen dass auch die Zeitung mehr drüber schreiben über die Positiv-Bahlspiele, die einfach deutlich machen.

00:19:44: Wir reden hier nicht über eine Utopie sondern das sind wirklich Dinge, die vor Ort geändert werden können und wir können das!

00:19:52: Wir sind nicht einfach nur ein Spielball von irgendwelchen Weltenmächten, sondern wir können auch bottom up sage ich immer hier bei uns was ändern.

00:20:03: Die Tatsache dass es in Baden Württemberg ja nicht nur ideologische Grabenkämpfe gibt, sondern tatsächlich wie Sie sagen Auch so eine normale Entwicklung zu PÖAPÖ im Alltag immer mehr Klimaschutz und gelebter Energiewende.

00:20:16: liegt das auch daran, dass halt Politik hier unideologischer war.

00:20:20: Ich meine sie sind zur Umweltministerin gemacht worden vom E-Marlin-Ministerpräsidenten Fritt Kretschmann.

00:20:27: Cem Estumier hat sie in der Regierung behalten Und da sind ja auch beides Typen die jetzt nicht mit weiß ich nicht den roten Fahnen durch die Straßen ziehen.

00:20:39: Ist das, ja funktioniert das hier besser als zum Beispiel im Bund?

00:20:45: Ja ich habe schon das Gefühl dass wir es geschafft haben über die vergangenen Jahre auch in der Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Konstellation jetzt zehn Jahre mit dem Koalitionspartner CDU.

00:20:59: sehr sachlich besprechen konnten.

00:21:01: Natürlich gibt es Unterschiede zwischen uns als Parteien und auch unterschiedliche Perspektiven.

00:21:06: oder vielleicht hat der eine mehr den, und der andere etwas mehr den anderen.

00:21:09: Schwerpunkt sage ich jetzt mal.

00:21:11: aber im Kern ist es glaube ich gelungen das sehr sachlich zu diskutieren und auch geschlossen aufzutreten also bei den wichtigen Punkten geschlossen auftreteten und dass dann entsprechend voranzutreiben wirkt auch bei den Menschen im Land, glaube ich schon.

00:21:30: Also dann haben die ja auch mehr Vertrauen.

00:21:32: also man sieht es ja auch an den Werten, die unser ehemaliger Ministerpräsident hatte in der Bevölkerung oder jetzt auch der Neue.

00:21:40: Das macht wahnsinnig viel aus dass man auch eben vertrauen haben kann.

00:21:45: das hier Leute schon daran interessiert sind In der Sache gute Lösungen zu finden abzuwägen vielleicht auch mal Kompromisse zu schließen gehört halt dazu.

00:21:56: Und am Ende ist es halt dann auch die Frage Klimaschutz, erneuerbare Energien und all das ja nicht eine Frage von Ideologie sondern für mich eine Frage der Vernunft.

00:22:05: Also man muss es halt berechnen ausrechnen sich überlegen und dann Entscheidungen treffen.

00:22:11: und ich glaube da sind wir auf dem Weg der Vernünft.

00:22:13: tatsächlich und das überzeugt schon auch viele.

00:22:16: Wenn wir jetzt mal so einen kurzen Deep Dive in die praktische Politik machen wenn sie auf die Jahre zurück schauen was war denn Das Schönste oder wo?

00:22:25: Sie sagen immer noch, also darauf bin ich eigentlich so am stolzesten.

00:22:28: Oder das fand ich so am wichtigsten, am sinnvollsten?

00:22:32: Wo sie ein Stück weit dahinter stecken, dass das jetzt in Baden-Württemberg Politik wurde.

00:22:38: Na ja, also das sind vielleicht drei Sachen auch in der vergangenen Legislatur.

00:22:42: Ich fand schon die Art... Also das ist gar nicht mal nur das was sondern wie wir es gemacht haben.

00:22:49: Wir haben bei der Wärme Also den Wärmeplänen, die wir ja überall im Land hatten.

00:22:54: Den Wärmegipfelprozess angestoßen.

00:22:56: Da waren sie auch dabei vom Handwerk.

00:22:59: Wir haben bei der Windenergie die Taskforce gemacht mit allen Akteuren von Naturschutz bis zu den Windenergi-Akteuren, also die hier Projekte realisieren – Verwaltung, den Landräten usw.

00:23:15: Für mich hat es einfach gezeigt dieses Miteinander sich zusammensetzen Mit dem Ziel, wir wollen hier was erreichen.

00:23:23: Wir wollen das erfolgreich umsetzen – gelingt es am besten!

00:23:27: Wenn wir uns zusammensetzen und diese verschiedenen Perspektiven einbringen und gucken wie können wir daraus Maßnahmen ableiten?

00:23:35: Und die setzen wir dann auch Stück für Stück um.

00:23:38: da bin ich schon stolz darauf dass uns das gelungen ist in den letzten Jahren und damit ja auch ein gewisses Vertrauen entstanden ist, dass wir halt einfach wissen egal was jetzt kommt.

00:23:48: Und wir wissen ja, es kommt verschiedenes noch aus Berlin und vielleicht auch manches aus Brüssel.

00:23:54: Dass sich das jetzt so eingespielt hat auch... Wir haben diese Gesprächskonstellation schon!

00:24:01: Wir sind schon miteinander verbunden und dann kriegen wir das auch gut hin.

00:24:05: Ja also ich finde dass ist uns gut gelungen.

00:24:07: insgesamt Natürlich sowas wie der Nationalpark, sage ich jetzt noch mal als Naturschutzministerin auch sagen dass uns das gelungen ist.

00:24:15: Es war sehr schwierig das zu vereinbaren Nationalpark Schwarzwald den zu erweitern, dass aus zwei Stücken jetzt ein gemeinsames eine große Nationalpark Region wird, das ist schon auch ein toller Erfolg.

00:24:31: Da haben

00:24:31: ja viele den Untergang des Abendlanges auch gewähnt?

00:24:34: Unbedingt!

00:24:35: Das

00:24:36: ist

00:24:36: noch nicht passiert.

00:24:37: Auch da ist es so, dass war aber ein ähnliches Prinzip wie ich das vorher geschildert habe mit dem Wärmegipfel oder Windenergiebeschleunigung der Akonomieungsprozesse – auch da haben wir uns ja mit allen zusammengesetzt und erst mal ist es wirklich dieses Thema.

00:24:56: Jeder hat erstmal mit seinem Anliegen auch recht oder eine Legitimation zu sagen, ja ich sehe es jetzt aber so.

00:25:03: Oder ich habe dieses oder jenes was mir halt wichtig ist und am Ende muss eine gute Regierung halt schauen wie man das zusammenbringt Und nicht das Gefühl dass am ende nur Gewinner-und Verlierer dastehen.

00:25:15: Das darf halt nicht sein.

00:25:17: Wer sich gerade wundert beim Goldboden hören Wie angenehm es ihnen auch beim Reden zuzuhören Den kann ich vielleicht sagen, dass es ja gar nicht so ungewohnt ist für sie eine Mikrofon zu setzen oder?

00:25:30: Sie haben mal auch ein bisschen Radio gemacht.

00:25:34: Das stimmt!

00:25:34: Bei Greenpeace.

00:25:39: Ja genau das war tatsächlich ... da war ich... Es ist schon eine ganze Weile her.

00:25:44: Ich muss mal gerade überlegen.

00:25:47: Winst dreißig Jahre fast

00:25:49: Mal gucken, ob ich das irgendwo hier schäme habe.

00:25:51: Es ist schon eine ganze lange Zeit her und da ging es aber auch schon um Umweltthemen.

00:25:56: Und da gab's damals noch den Diesel-Rußfilter und solche Sachen.

00:26:01: Das kann man sich gar nicht vorstellen.

00:26:02: Es war eine ganz andere Zeit.

00:26:04: Aber offensichtlich hat sich da schon was eingepflanzt, dass sie gesagt haben, dass politische wollen muss immer mit Kommunikation einhergehen oder?

00:26:12: Ja, also das halt rüberbringen und auch überlegen.

00:26:18: Wie kann man das so kommunizieren?

00:26:20: Dass es vielleicht interessant ist dass da jemand plötzlich einen Impuls kriegt, sich dafür zu engagieren.

00:26:26: Also damals war ja die Zeit wo mich diese Umweltthemen und Naturschutz Themen sehr interessiert haben, wo ich schon selber das Gefühl hatte Ich will nicht einfach nur Zuschauer sein!

00:26:35: Also ich möchte schon irgendwie auch mithelfen, dass wir das hinkriegen in irgendeiner Form.

00:26:40: Also, das war für mich ganz klar.

00:26:42: Das war so eine Zielsetzung und aus der hat sich einiges ergeben.

00:26:46: dann ja.

00:26:47: Wenn wir jetzt schon an die Person Tegler-Walker nochmal wieder ein bisschen rangerückt sind nach den großen politischen Ausflügen eben gibt es für sie auch Kraftorte weil Sie haben ja wahrscheinlich auch einen Kalender wo sie sich nicht drüber beschweren dass allzu viele Lücken klaffen.

00:27:06: Wo gibt es diesen persönlichen Kraftort oder Rückzugsort?

00:27:11: Also ich finde schon den Schwarzwald sehr, sehr schön.

00:27:14: Also wenn man im Wald gerne ist und ich bin sehr, Sehr gerne im Wald also das finde Ich schon für mich ein Ort wo ich runter komme so Ruhe kommen Und ja in der Anwesenheit von so uralten Bäumen und So weiter.

00:27:27: ich finde er ordnet Man sich selber mal ein bisschen anders ein.

00:27:32: Da ist man nur ein Teil von was anderem.

00:27:35: Wenn Sie

00:27:37: im Büro sind, kommen sie nicht mal eben in Schwarzwald?

00:27:39: Nee

00:27:39: das stimmt.

00:27:40: aber dadurch dass ich quasi ja für den Nationalpark zuständig bin nutze ich die Gelegenheit wenn ich da bin, wenn ich es irgendwie hinkriege, dass wir dann auch nochmal eine Wanderung machen privat natürlich auch und Bodensee also der gesamte Bodenseenregion.

00:27:55: Ich liebe Wasser ein Ort, wo ich mich erholen entspannen runterkommen kann.

00:28:02: Ich schwimme wahnsinnig gern.

00:28:05: Bin gerne im Wasser.

00:28:07: Ja das hießt beim Schwimmen!

00:28:09: Genau genau.

00:28:10: Ich kann das sehr genießen auch wenn es in diesem Jahr natürlich auch schwierig war im Bodensee mit dem Niedrigwasser.

00:28:17: Ich

00:28:17: würde gerade sagen dass wird ja schon fast wieder schnell ein politisches Thema

00:28:21: sein.

00:28:21: Absolut absolut.

00:28:22: also Wasser ist Das große Thema würde ich sagen, neben der Energie.

00:28:27: Was uns gerade umtreibt und wie kriegen wir das eigentlich hin in den nächsten Jahren?

00:28:33: Dass wir da die Wasserversorgung aber auch dem Wasserhaushalt des Bodens also dass der Bodenwasser aufnehmen kann wenn es denn mal regnet, dass das nicht sofort wieder schnell abfließt sondern uns erhalten bleibt

00:28:45: muss uns das Angst machen Ja,

00:28:47: würde ich schon sagen.

00:28:48: Denn wir haben eben jetzt ja dieses Jahr gesehen dass wir wirklich niedrigste Pegelstände hatten bei unseren Flüssen beim Bodensee.

00:28:59: aber auch Grundwasserkörper sind jetzt wirklich an der Untergrenze langsam und es muss regnen im Winter und schneiden.

00:29:08: Also wir brauchen jetzt wirklich feuchten Winter.

00:29:11: Das lässt sich ja nicht verordnen?

00:29:13: Nee, das ist eben genau der Punkt.

00:29:16: Ja also es ist ein bisschen das Thema wo wir jetzt alle noch nicht wirklich wissen wie wird sich das entwickeln?

00:29:22: und wir müssen vorsorgen.

00:29:23: Wir müssen überlegen wie kriegen wir das hin dass wir einfach auch in den kommenden Jahren unsere Wasserversorgung absichern gerade auch die Landwirtschaft.

00:29:32: Die leiden da ganz besonders drunter.

00:29:34: und deswegen eben das Thema Wenn es regnet, weil es wird stark regen.

00:29:38: Es wird solche Extremwetterereignisse auch geben das Wasser kommt schon runter.

00:29:44: Das ist halt nur die Frage wann und wo?

00:29:46: Und wie viel

00:29:48: bleibt das dann ein bisschen

00:29:49: genau?

00:29:49: was können Sie als Landespolitikerin dafür tun?

00:29:52: wir können dafür sorgen dass der Bodenwasser wieder besser aufnehmen kann.

00:29:57: also dazu gehören zum Teil dann eben auch Entsiegelungsflächen also wo man den Asphalt wegnimmt.

00:30:05: Früher hat man in der Landwirtschaft oder in den Städten war eigentlich immer das Ziel, Wasser möglichst schnell raus.

00:30:13: Das ist schlecht auch im Wald, möglichst schnell heraus.

00:30:16: Dann kriegen die Bäume nasser Füße, gerade die

00:30:18: Fichten

00:30:19: rennagen und rennen hier abwasserkanal, aber der Fuß betoniert genau.

00:30:25: Und dies müssen wir jetzt ändern.

00:30:27: Jetzt gehen wir quasi über in die Nähe.

00:30:31: Wir wollen Irgendwo einen Abzweig machen aus dem Kanal und dass das Wasser dann sozusagen in das offene Land fließt.

00:30:38: Und dort versickert langsam, und dadurch wieder Grundwasser neu gebildet werden kann.

00:30:43: Also das kann man machen!

00:30:44: Ich glaube es ist wirklich eine Sache die auch in den Städten... etwas, was gut umsetzbar ist.

00:30:51: Übrigens auch für das Handwerk Grün-Blau-Infrastruktur heißt es immer so schön ja also dass man eben dafür sorgt, dass Städte grüner sind, dass mehr Wasser dort eben auch durch die Stadt fließt in Form von offenen Gewässern oder Flüssen.

00:31:08: und wir haben auf Satellitenbilder sehr gut zu sehen, dass in Stadtgebieten wo's auf den versiegelten Flächen hat, neben dran in dem kleinen Park oder so zehn Grad weniger.

00:31:24: Zehn Grad!

00:31:25: In der Nacht also das ist für manche Menschen wirklich eine Frage von gesund bleiben oder nicht?

00:31:33: Oder bleibe ich überhaupt an dem Ort oder nicht?

00:31:35: und das wäre ja auch gut.

00:31:36: wenn wir da investieren dann ist es erstens gut für uns Menschen insgesamt für den Klimaschutz Seh ich mal jetzt, weil wir ja hier beim Goldboden sitzen ist auch was für die heimische Wirtschaft.

00:31:51: Da gibt es echt zu tun!

00:31:53: Was konkret ist jetzt in der Pipeline als Umweltministerin Ministerium, wo Sie sagen da mit diesem Projekt oder dieser Förderung oder dieser Regulierung sorgen wir für eine Verbesserung der Wassersituation?

00:32:05: Ja und zwar weil wir einmal haben wir es im Klimaschutzgesetz verankert dass jede Stadt und jeder Landkreis eine Klimawandel Anpassungsplanung vorlegen muss.

00:32:16: Und dann haben wir auch ein Förderprogramm mit dem Maßnahmen, die daraus folgen.

00:32:23: Auch natürlich für Starkregenrisiko werden gefördert.

00:32:29: Das ist auch nochmal mehr aufstocken, diese Zuwendungen an die kommunale Seite.

00:32:36: Jetzt haben wir ja gerade Haushaltsverhandlungen im Land.

00:32:40: aber eins ist klar also es sollen wirklich da noch mal Gelder an die Kommunen fließen damit sie genau da investieren können weil das was uns jetzt nicht passieren darf ist vor lauter Wir müssen sparen ist alles ganz schwierig und so weiter dass man jetzt nicht investiert.

00:32:56: Also das ist mir ein großes Anliegen, also egal ob es jetzt die Wärmewende oder das Thema hier Klimawandelanpassung Wasser in der Stadt.

00:33:06: Wir müssen jetzt investieren wir können nicht warten.

00:33:10: jedes warten macht es am Ende so viel teurer und dazu ist es ja noch eine win-win Situation für unsere heimische Wirtschaft gerade zum Beispiel auch fürs Handwerk.

00:33:21: da würde ich jetzt gerne tatsächlich einen ganz konkretes Thema nochmal kurz rausgreifen, wo das Handwerk mit dem Umweltministerium auch zeigen möchte dass Klimaschutz sehr konkret sein kann und tatsächlich auch beim Sparen hilft.

00:33:38: Wir wissen ja seit vielen Jahren beim Thema CO-Zweibilanz der Gebäudesektor mit am schlechtesten unterwegs ist und einfach viel durch die Wände und durchs Dach geheizt wird.

00:33:51: Das heißt, dass die Häuser im Bestand viel mehr saniert werden müssten.

00:33:56: Gut ist immer auch eine Geldfrage!

00:33:58: Und manchmal halt auch eine Planungsfrage, dass man sagt Gott besicht das alles hintereinander wegorganisiert habe.

00:34:03: Lass ich es lieber und da gab's dann vor geraumer Zeit irgendjemanden der die Idee hatte lasst uns doch einfach schneller machen so okay super.

00:34:12: ja super idee.

00:34:12: wie denn?

00:34:13: und dieses wieder wird jetzt gerade angepackt unter dem stichwort sanierung sprint und ich weiß dass sie dann ganz besonders febel für haben und sagen das ist jetzt wirklich mal ja klimaschutz konkret also In mehreren Stufen aber mal in einem Ding zusammengefasst.

00:34:29: Können Sie uns das kurz erklären, wie geht ein Sanierungssprint?

00:34:33: Ja also das ist eine ganz tolle Sache.

00:34:35: ich habe mir das auch angeguckt.

00:34:36: jetzt vor kurzem erst so ne Baustelle die gerade so am Anfang stand kurz vor dem Sprint Aber Das ist ja schon paar Mal durchgeführt worden auch von Zukunft Altbau Auch in Zusammenarbeit mit ihnen.

00:34:52: Dass man in zwanzig Tagen im Grunde genommen ein Haus Fib macht, dämmt alles sozusagen gleichzeitig.

00:35:01: Das ist der Schlüssel.

00:35:02: also sie kennen sich ja da besser aus.

00:35:04: ich versuche das jetzt mal zu beschreiben.

00:35:05: Sie können

00:35:06: sich korrigieren.

00:35:06: Unsere Betriebe kennen sich

00:35:07: gut aus.

00:35:07: Ja vor allen Dingen.

00:35:09: Sonst ist es ja eher so dass alles nacheinander umgesetzt wird und bei dieser Art des Sprints arbeiten alle gemeinsam gleichzeitig Und es ist ein sehr gutes Management erforderlich.

00:35:24: Also man braucht jemanden, der das gut managed koordiniert zusammenführt und das ist sozusagen der Schlüssel zum Erfolg an dieser Stelle.

00:35:37: Ich finde es großartig.

00:35:38: Man nicht wenn der Stuckertür fertig ist erst nur noch vier Wochen wieder wartet bis die Fenster kommen.

00:35:43: Das heißt es wird tatsächlich viel mehr... Hirnschmalz auch in die Vorbereitung, in die Organisation geplant und überlässt nicht unbedingt im Zufall wie lange es dauert.

00:35:53: Zweiundzwanzig Tage für das Projekt, was Sie besucht haben?

00:35:57: Das war ein Rheinhaus oder ... Ja,

00:35:58: das war so ein Rheinhaus, so ein Mittelhaus mit drei Stockwerken.

00:36:03: Und am

00:36:05: Anfang an Tag Null war noch nichts gemacht.

00:36:08: War noch gar nix gemacht!

00:36:10: Also die Tapeten waren schon runtergerissen und so, also sie haben jetzt nicht ganz bei Null-Null unter Null angefangen.

00:36:17: Aber ich fand das echt faszinierend!

00:36:19: Und was auch toll war, fand ich, dass sich es gefühlerte... Also die, die da waren, die fanden das ein tolles Projekt.

00:36:27: Die haben da echt Spaß dran, das zusammenzuarbeiten eben.

00:36:32: Also gerade diese unterschiedlichen Gewerke, wenn die dann so zusammenkommen und so ein Teamwork entsteht.

00:36:39: Das hat, glaube ich allen Beteiligten echt Freude gemacht.

00:36:41: Und nichts nervt eigentlich unsere Betriebe als dass dann eine Planung über ein Haufen geschmissen werden muss weil irgendeiner ausfällt oder klappt wieder was nicht und das Material ist nicht da oder man kann sich dann am Ende doch vielleicht nicht auf jemanden verlassen.

00:36:54: Genau!

00:36:56: Dann wollen wir mal hoffen, dass aus der gemeinsamen Projektierung Wir sind ja Realisten, in ein paar Jahren so einen Normalfall sein könnte.

00:37:08: Auf jeden Fall zeigen wir damit auch es geht und man muss nicht immer nur dahin gucken von Anfang an dann alles unmöglich finden sondern... Man geht mit gutem Beispiel voran.

00:37:21: Das ist ein gutes Beispiel, weil man ja ... das ist wirklich eine Frage der Organisation auch des Willens natürlich, aber man muss natürlich auch das wollen.

00:37:30: Man muss jetzt vielleicht Handwerksbetriebe oder Mitarbeiter gewinnen dafür, dass sie das wollen?

00:37:38: Klar!

00:37:38: Aber wenn sich dann einfach zeigt Mensch, es läuft super und die haben das gut hingekriegt und es hat auch noch Spaß gemacht dazu arbeiten haben, die freuen sich riesig.

00:37:50: Sehr klar!

00:37:52: Wenn man kennt ja jeder aus dem Bekanntenkreis Sanierung und so... Viel Spaß dabei, ne?

00:37:58: Und Sprint hat ja was auch mit Wettbewerb zu tun und vielleicht können wir uns dann noch überlegen.

00:38:04: Also wer den Sprint tatsächlich schafft, der kriegt von uns beiden eine Goldmedaille umgehängt oder so

00:38:09: echt.

00:38:09: Ja da müssen wir nochmal etwas machen.

00:38:10: wenn es gut gelaufen ist muss man das nochmal ein bisschen promoten damit man das auch mitkriegt eben.

00:38:19: Liebe Frau Valker!

00:38:20: Wir haben hier im Format Goldboden auch einen Abschlussspiel Das sind die sogenannten Entwederoderfragen, das erklärt sich im Grunde von selbst.

00:38:32: Ich gebe Ihnen also Begriffspaarungen, die haben teilweise fachlichen Charakter, teilweise geht es dann auch wieder um Sie und Ihr Dasein, sie und ihr Leben und einfach spontan anschauten was von den beiden Alternativen Ihnen lieber ist.

00:38:49: Also wenn Sie ein bisschen etwas dazu ausführen wollen warum Sie so gewählt haben können Sie das natürlich ja auch gerne machen.

00:38:54: Starten wir mal!

00:38:56: Also jetzt geht es direkt in die Vita.

00:38:59: Wir haben ja gehört, wo sie ursprünglich herkommen wenn Sie die Wahl haben was auf den Teller soll.

00:39:06: Maultaschen oder Currywurst mit Pommes?

00:39:09: Currywurst Schranke, ne?

00:39:11: Maltasen!

00:39:12: Okay.

00:39:12: Wird schon doch Baden-Württembergerin.

00:39:14: Ganz eindeutig.

00:39:17: Wenn's um Ja das Arbeiten geht.

00:39:20: Lieber Tempo oder lieber Planungssicherheit?

00:39:24: Tempo.

00:39:26: Sind Sie selbst auch eine, die gerne schnell ist?

00:39:31: Ja doch ich bin tempo wichtig.

00:39:33: Ich verstehe die implizite Botschaft mit dem Tempo und mache einfach jetzt mal mit dem nächsten Begriffspaar.

00:39:41: Geht es so glaube ich wenn ich mir das richtig überlege warum die Kollegin mir dieses Begriff aufgeschrieben haben also auch auf ihre Studienzeit zurück.

00:39:49: lieber Geschichte oder lieber Zukunft?

00:39:53: Zukunft!

00:39:55: Wobei ich ehrlich sagen muss Ich habe das Thema eine Zeit lang gar nicht mehr so stark für mich im Mittelpunkt gehabt, Geschichte.

00:40:07: Aber ich merke jetzt in diesen Zeiten, in denen wir gerade leben, interessiert es mich auch wieder.

00:40:12: Also ich lese jetzt schon ab und zu über Geschichte.

00:40:16: Ich finde es auch wichtig zu wissen wo man herkommt.

00:40:18: Wenn man das nicht weiß dann kann man eigentlich auch für die Zukunft keine guten Entscheidungen treffen.

00:40:24: Letztes Begriffspaar – Für jemanden der gerne in der Natur ist?

00:40:27: Und gerne spazieren geht.

00:40:29: Wanderschuhe oder Gummistiefel?

00:40:32: Wanderschuh.

00:40:34: Die sind auch bequemer, ne?

00:40:35: Ja genau und wenn ich am Meer wäre würde ich auf jeden Fall paar Fuß gehen.

00:40:39: Natürlich!

00:40:41: Okay super.

00:40:42: Tickler-Walker die Landesumweltministerin von Baden-Württemberg ursprünglich aus NRW aber mittlerweile fest verwurzelt und so dass ihr eigentlich bei Ausflugszielen auch nur Baden-Württembergische Ziele einfallen, die die Maultaschen bevorzugt und die sagt wir kriegen das irgendwie dann doch hin mit der Energiewende.

00:41:02: Und auch ohne dass es unser aller Portmonnaies lehrt.

00:41:06: Wir wünschen Ihnen weiterhin ein glückliches Endchen bei Ihrer Politik!

00:41:10: Das ist Ihnen gelingt trotz natürlich der Verordnung in Ihrer grünen Partei möglichst viele Gruppen der Gesellschaft da auch mitzunehmen.

00:41:18: Danke, dass Sie bei uns waren bei Goldboden

00:41:20: Ja, hat mich gefreut.

00:41:21: Vielen Dank!

00:41:22: Und wer vor Tecla Valca bei uns war das seht ihr natürlich auch dort wo diese Broadcasts überall archiviert sind und unsere nächsten Gäste die kündigen wir natürlich auch mal rechtzeitig an auf unseren Social Media Kanälen folgen hilft.

00:41:38: ich danke herzlich dem Team was hinter dieser Folge auch steckte.

00:41:42: arena nagel und Sabrina Kreuzer haben diese Sendung vorbereitet.

00:41:45: Sabrina hat sie auch hier begleitet.

00:41:49: Dann sind wir mal gespannt, was jetzt aus den nächsten Einladungen wird.

00:41:55: Mein Name ist Peter Haas

00:41:58: und das war's!

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